Bäuerliche Landwirtschaft muss gestärkt werden!
Spätestens seit Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre ist die Existenz der kleineren und mittleren landwirtschaftlichen Betriebe mit ihren traditionellen Betriebszweigen zunehmend gefährdet. Ausreichende Einkünfte zur Sicherung der Lebenshaltung und Fortentwicklung der Betriebe waren angesichts der negativen Preisentwicklungen und der durchgängigen Kostensteigerungen trotz nicht unerheblicher Subventionierungen nicht mehr zu erzielen.
Die Folge waren zahlreiche Betriebsaufgaben. Für die verbliebenen Betriebe besteht der Druck zur Spezialisierung und Erschließung neuer Einnahmequellen wie Tourismus, Windkraft, Biogas, Photovoltaik, Betriebsumstellung in Richtung biologischer Bewirtschaftung und Direktvermarktung.
Diese Entwicklungen sind auch bei uns deutlich erkennbar: Ackerschläge von 10 ha und mehr, Monokulturen von Weizen, Raps und zunehmend auch Mais, Ganzjahresaufstallung von Vieh statt Viehbeweidung draußen, Silage statt Heugewinnung, verändern das Bild unserer landwirtschaftlich geprägten Ortsteile. Der Betrieb von Mastställen hat schon mehr den Charakter eines Gewerbebetriebes.
Die jetzige Ausweisung von Landschaftsschutzgebieten mit ihren restriktiven Regelungen stellt eine weitere nicht zu unterschätzende Beeinträchtigung für die Landwirtschaft dar.
Wir haben dies auch in Stellungnahmen kritisch begleitet. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass Landwirtschaft und Natur ein für beide Teile verträgliches Miteinander entwickeln können. Wo es im Sinne des Naturschutzes zu Beeinträchtigungen für die Landwirte kommt, müssen finanzielle Kompensationen in der Konsequenz selbstverständlich sein (Vertragsnaturschutz).
Wo immer möglich, muss die bäuerliche Landwirtschaft gestärkt werden. Jeder kann seinen kleinen Teil dazu beitragen durch die Bevorzugung einheimischer Produkte.



