Startseite | Kontakt | Termine | Feedback | Impressum | Disclaimer

Peter Lütkehus


Herr Lütkehus, wie kamen Sie zur Kommunalpolitik?

Meine Lieblingsfächer am Ulrichsgymnasium waren Geschichte und Gemeinschaftskunde. Nach dem Abitur habe ich mich bei den Jusos engagiert. Ich habe die hiesige Kommunalpolitik all die Jahre interessiert verfolgt und wurde 1995 Gründungsmitglied der Freien Wählergemeinschaft ZoB.


Seit nunmehr 16 Jahren beschäftigen Sie sich mit den städtischen Finanzen. Woher stammt das Interesse?

Das VWL-/BWL-Studium und der Beruf als Steuerberater sind natürlich ideale Voraussetzungen, sich auch in das komplexe Feld der Kommunalfinanzen einzuarbeiten.


Worin sehen Sie Ihre Stärken und Schwächen?

Meine Stärken liegen eindeutig im Analytischen und im Verstehen von Zusammenhängen sowie in meiner Teamfähigkeit. Meine Nachsicht macht mir gelegentlich schon mal zu schaffen und mich selbst `verkaufen` kann ich schon gar nicht.


Wie sehen Sie die weitere Entwicklung der städtischen Finanzen?

Momentan darf ich behaupten: wir sind erst `mal überm Berg. Aber mit vielem aber…


Worin sehen Sie Probleme?

Norden ist von seiner Wirtschaftsstruktur her kleingewerblich geprägt mit geringem Gewerbesteueraufkommen. Unsere Haupterwerbsquelle ist der Fremdenverkehr und Ferienwohnungsbesitzer sind in der Regel keine Gewerbesteuerzahler. Wir müssen unsere Einnahmemöglichkeiten noch konsequenter ausnutzen. Es gibt dabei einige Ansatzpunkte.
Dazu gehört sicherlich auch die deutliche Verbesserung des Gewerbesteuer-Aufkommens im Rahmen des Repowerings durch Windparks statt Einzelanlagen.


Welche Vorteile sehen Sie in der Umstellung von der Kameralistik zum neuen kommunalen Rechnungswesen?

Nun, ein kaufmännisch geschulter und im Rechnungswesen sich auskennender Bürger hat es leichter sich einzuarbeiten. Die Stadt Norden hat 2010 umgestellt. Gespannt warten wir derzeit auf die noch ausstehenden Eröffnungsbilanzwerte per 01.01.2010. Hier wird es einigen Diskussionsbedarf geben. Nicht glücklich bin ich auch mit der Vorgabe der Produktgruppen. Sie sind teilweise zu sehr aggregiert. Hier muss die Politik unbedingt ergänzenden Informationsbedarf anmelden und konkretisieren.